Seit 2 Jahren schon kämpfen die Kolleginnen und KollegInnen von der Daimler-Tochter CARS für einen Tarifvertrag. Jetzt hatten sie die Faxen dicke und haben nach mehreren Warnstreiks Ende 2018 am 29. Januar einen ganztägigen Streik durchgeführt – und zwar zusammen mit vielen Vertrauensleuten von Daimler Untertürkheim vor dem Werkstor von Daimler in Stuttgart und vor dem Daimler-Museum. Die Kollegen haben sich mitten in der Nacht auf den 500 km langen Weg von Wiedemar bei Leipzig zur Daimler-Konzernzentrale gemacht.

Ungefähr 220 KollegInnen sind bei der 100 prozentigen Daimler Tochter CARS Technik & Logistik GmbH in Wiedemar beschäftigt. „CARS – das heißt Competence in Automotive Reconditioning and Services.” So steht es auf der Homepage des Unternehmens. Unter „Unser Anspruch“ steht: „Wir verstehen uns als professionellen Technik- und Logistikpartner, der seinen Kunden ein nutzenoptimales Dienstleistungsportfolio zum Remarketing von Fahrzeugen bietet.“ Und unter „Unsere Mitarbeiter“: „Den Erfolg belohnen wir mit variablen Vergütungssystemen und Leistungen, die über das tarifliche Maß hinausgehen.“

Da könnte jetzt die Schlussfolgerung gezogen werden, dass dort gut verdient wird. Doch weit gefehlt: Es wird nicht über Tarif, sondern unter Tarif bezahlt. Die Löhne sind gering, die Arbeitszeit ist hoch - sie beträgt 40 Stunden pro Woche. Bis 2005 hatten die CARS-Beschäftigten die 37-Stundenwoche. Dann hat die Geschäftsleitung kräftig gejammert und gedroht – die Arbeitszeit wurde unbezahlt um 3 Stunden auf eine 40 Stundenwoche verlängert. Dies wollen die Kollegen wieder zurückdrehen. Viele sagten auf der Kundgebung, dass ihnen dies das wichtigste Anliegen ist. Dafür kämpfen sie gemeinsam. Seit 2014 haben sie einen Betriebsrat. Seitdem müssen sie sich nicht mehr alles gefallen lassen. Das ist gut so.

Auf der Kundgebung betonte Ralf Kutzner vom IG Metall-Vorstand die Wichtigkeit dieses Kampfes für den gesamten Osten, weil dort die Tarifbindung sehr niedrig ist und deshalb die Auseinandersetzung beispielgebend ist. Seine Aussage, dass die 40-Stundenwoche ins Museum gehört – „da stehen wir davor – da gehört sie hin“ wurde mit großem Applaus bestätigt.

Der Vertrauenskörperleiter Miguel Revilla überbrachte solidarische Grüße und kündigte weitere Unterstützung durch die Untertürkheimer Vertrauensleute an, wenn dies notwendig ist, um einen Knopf an ihren Tarifvertrag zu bekommen.

Wir von der DKP wünschen den Kolleginnen und Kollegen von CARS viel Erfolg in ihrem Kampf für einen guten Tarifvertrag.

 

 

In der Zeit vom 31. Januar bis zum 15. März ist täglich von 8 bis 20 Uhr im DGB Haus in Stuttgart die Ausstellung "Rosa Luxemburg - Ein Leben für die sozialistische Idee" zu sehen.
Die Ausstellung behandelt die Herkunft, ihr politisches Wirken, alle Lebensstationen von Rosa Luxemburg sowie ihre persönlichen Freundschaften. Auf 35 Tafeln werden die Herkunft und alle Lebensstationen von Rosa Luxemburg sowie ihre persönlichen Freundschaften gezeigt. Ihr Wirken und die Auseinandersetzungen in der polnischen und deutschen Sozialdemokratie und bei der Gründung der KPD spielen ebenso eine zentrale Rolle wie auch ihr Beitrag in der Novemberrevolution in Deutschland. Die Ausstellung wurde aus Anlass des 100. Jahrestages der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht komplett überarbeitet.

 

Die Rote Hilfe setzt sich für die Unterstützung aller ein, die aufgrund ihres politischen Engagements gegen rechts, gegen kapitalistische Ausbeutung und andere Aktivitäten von staatlicher Repression betroffen sind. Passend zur Rechtsentwicklung werden auch die Forderungen lauter die Rote Hilfe zu verbieten. In einer Welle der Solidarität sind daher in den letzten Monaten rund 800 Menschen in die Rote Hilfe eingetreten, insgesamt sind es nun mehr als 10 000.

Mehr Infos:

Stellungsnahme der Roten Hilfe zum Verbotsverfahren
Interview mit dem Bundesvorstand im Freien Radio
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