Betteln statt Tarifkampf? Nein Danke! Text der Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften

 

Betteln statt Tarifkampf? Nein Danke!

Lohnerhöhung und Arbeitszeitverkürzung! Entschlossener Kampf!

Die Unternehmen wollen gerade alles: Umstellen auf E-Autos und Digitalisierung, die herkömmlichen Produkte weiterverkaufen und neue entwickeln, alte Märkte sichern und neue erschließen. Und das alles in Zeiten drohender neuer Krise und von Handelskriegen à la Trump! Die Unternehmen wollen aber vor allem, dass wir, die Kolleginnen und Kollegen das alles bezahlen: Auf Lohn verzichten, den Job verlieren, umsonst länger, mehr und schneller in der gleichen Zeit arbeiten, und dann noch das Chaos bewältigen, das die Manager mit ihren Umstrukturierungen und Sparprogrammen in den Betrieben anrichten. Sie sind so frech, ständig kaum abgeschlossene „Zukunftsvereinbarungen“ wieder infrage zu stellen, neue Zumutungen zu verlangen. Oder sich überhaupt Verhandlungen zu verweigern und ihre Zumutungen zu diktieren.

Unsere Interessen zählen!

Längst haben viele Kolleginnen und Kollegen erkannt: Ohne Widerstand geht in der Tarifrunde gar nichts! Ohne Kampf erreichen wir vielleicht Krümel vom Tisch der Bosse. Deshalb sollten Kolleginnen, Kollegen, Vertrauensleute, Delegierte sich nicht scheuen, ihre Interessen und Forderungen klar zu sagen:

Personalabbau sofort stoppen!

Alle Entlassungen, Stilllegungen und Verlagerungen müssen sofort gestoppt werden, auch das so genannte „Abmelden“, das Feuern der LeiharbeiterInnen! Leihkräfte müssen fest eingestellt werden! Das ist ein Gebot der Solidarität! Schluss mit dieser üblen Spaltung!

Arbeitszeitverkürzung jetzt!

Wir fordern Arbeitszeitabsenkung bei vollem Lohnausgleich sofort!

- Besonders da, wo die Kapazitäten nicht ausgelastet sind und

- Allgemeine tarifliche Arbeitszeitverkürzung für alle um mindestens 2 Stunden bei vollem Lohn- und Personalausgleich - auf mittlere Sicht die 30-Stundenwoche

- In den östlichen Bundesländern muss die Arbeitszeit sofort an den Westen angepasst werden. Sofortige Reduzierung auf die 35-Stundenwoche!

- Betriebsräte sollen keine Überstunden und Sonderschichten mehr genehmigen! Klare Kante zugunsten einer Umverteilung der Arbeit auf alle!

Lohnerhöhung 5%! Mindestens 200 Euro!

Aus Tarifkommissionen im Land sind bereits Vorstellungen zwischen 4 und 6 % zu hören. Diese Diskussion darf nicht abgewürgt werden. Deshalb stellen wir eine Forderung von 5% Lohnerhöhung, mindestens 200 Euro zur Diskussion.

IG Metall-Vorstand – so nicht!

Wenn der IG-Metall Vorstand um Jörg Hofmann, wie dieser beteuert, eine Lohnerhöhung will, soll er die Mitgliedschaft und ihre Forderungen anhören! Stattdessen bietet er, ohne die Mitglieder zu fragen, in einem Moratorium einen Zukunftspakt der Illusionen an: Ein „Friedensangebot“ – vor Ende der Friedenspflicht soll es zu einem Abschluss kommen! Ohne eine konkrete Zahl für die Lohnerhöhung sollen die Verhandlungen beginnen! Dies ist eine offene Einladung an das Kapital, in Hinterzimmern auf Kosten der Kolleg/innen eine Nullnummer auszubaldowern!

Jörg Hofmann sagt selber, dass bei Unterauslastung einzelner Beschäftigtengruppen „vorrangig eine Rückführung des Arbeitsvolumens ohne Entgeltabsenkung“ nötig sei. Leider soll laut offiziellen Unterlagen der Tarifkommission Baden-Württemberg dies erfolgen durch: „Etwa durch die Nutzung von Arbeitszeitkonten, Kurzarbeit mit Aufzahlung und Arbeitszeitabsenkung mit Teillohnausgleich.“ Dies heißt aber, dass wir die Krisenfolgen bezahlen sollen. Da sagen wir klar: Nein! Warum keine Forderung nach Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohn- und Personalausgleich solidarisch für alle gemeinsam?

Kampfmaßnahmen jetzt vorbereiten!                                    

Wenn der IG Metall-Vorstand glaubt, unter illusorischen Appellen an die Fairness einem entschlossenen Kampf der Gewerkschafterinnen gegen die Metall-Kapitalisten ausweichen zu können, ist er auf dem Holzweg. So werden bestenfalls ein paar Kompromisse erreicht, die wir selber zu bezahlen haben, aber keine substanziellen Verbesserungen. Die Reaktion der Metall-Arbeitgeberverbände von Bayern und Baden-Württemberg Ende Januar zeigen, wohin solch ein „Unterwerfungsangebot“ seitens der IG Metall führt: Die Kapitalseite will eine 5jährige Laufzeit! 5 Jahre Ruhe im Betrieb. 5 Jahre schalten und walten nach ihrem Gusto. Wir wollen keine 5 Jahre ihre Herrschaft erdulden müssen, ohne die Möglichkeit, uns zu wehren und tarifliche Kämpfe zu führen. Wir sagen klar und deutlich: Wir wollen kein Moratorium. Wir geben unser stärkstes Mittel im Kampf für unsere Interessen – unser tarifliches Streikrecht – nicht für 5 Jahre her!

Wir sollten jetzt anfangen, Warnstreiks und Kampfmaßnahmen vorzubereiten.

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