Heraus zum 1. Mai

erstermai_2017Am 1. Mai, dem traditionellen Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter tragen wir unseren Protest gegen die vielfältigen Probleme, mit denen wir heute konfrontiert sind, auf die Straße: Gegen den Krieg in Syrien, die aktuell betriebene militaristische Hetze und die zunehmende militärische Aufrüstung. Gegen das Erstarken rechter Parteien, die versuchen uns gegeneinander aufzuhetzen und die Politik im Kapitalinteresse noch weiter verschärfen. Gegen Privatisierungen, die oftmals von enormem Stress und niedrigen Löhnen geprägten Arbeitsverhältnisse und den Pflegenotstand. Viele dieser Kämpfe finden in Stuttgart aktuell einen ganz konkreten Ausdruck, etwa in den Aktivitäten gegen die drohende Privatisierung des Stuttgarter Klinikums, gegen die US-Kriegsinfrastruktur in Stuttgart, das Africom und das Eucom oder gegen das Milliardengrab Stuttgart 21.

Noch viele Demonstrationen, Blockaden, betriebliche Protestaktionen und Streiks werden erforderlich sein, um hierbei Erfolge zu erzielen. Letztlich muss es uns aber auch darum gehen, das dem allem zugrunde liegende System, den Kapitalismus, zu überwinden.
Die gemeinsamen Aktionen, das solidarische kollektive Handeln, die notwendige Zusammenarbeit der Belegschaften unterschiedlicher Konzerne und der verschiedenen fortschrittlichen Bewegungen sind in Ansätzen bereits die ersten Schritte hin zu einer notwendigen Alternative zu diesem System.
Millionen Menschen weltweit stehen hierfür ein – trotz aller Rückschläge, Niederlagen, eigener Fehler, antikommunistischer Propaganda und staatlicher Repression.

Wenn wir in diesem Jahr am 1. Mai auf die Straße gehen, tun wir dies also einerseits mit Bezug zu den aktuellen Kampagnen für die gemeinsamen Interessen der Arbeiterinnen und Arbeiter, verbinden diese Kämpfe aber auch mit der langfristigen Perspektive: Kämpfen und organisieren wir uns für eine sozialistische Gesellschaftsordnung, in der die Kontrolle über die Lebens- und Arbeitsverhältnisse nicht weiter in der Hand einer kleinen Klasse aus Kapitalisten und bürgerlichen Regierungen liegt, sondern die Produktionsmittel vergesellschaftet sind und alle Belange der Gesellschaft kollektiv organisiert werden. Eine Gesellschaftsordnung in der die Ausbeutung der Mehrheit einerseits und die Anhäufung von Reichtum bei Wenigen andererseits der Vergangenheit angehören, in der der gesellschaftliche Reichtum allen zur Verfügung gestellt und die notwendigen Arbeiten nach Fähigkeiten und Interessen verteilt werden; in der Frieden und internationale Solidarität an die Stelle von imperialistischen Kriegen und militärischer Aufrüstung treten.

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